Donnerstag, 21. Mai 2015

Rezi - Grotesque von Page Morgan

Inhalt:
Als die junge Ingrid nach Paris kommt, um sich von einem Skandal in der Londoner High Society zu erholen, ahnt sie noch nicht, was ihr bevorsteht: Erst verschwindet ihr Zwillingsbruder Grayson spurlos, und dann wird die Stadt von einer Reihe geheimnisvoller Todesfälle erschüttert. Ingrid macht sich auf die Suche nach Grayson und gerät plötzlich ins Visier höllischer Mächte. Hilfe bekommt sie von dem ebenso schönen wie missmutigen Luc. Was Ingrid nicht weiß: Luc ist ein Gargoyle, und sein Schicksal ist untrennbar mit Ingrids verbunden ...

Informationen zum Buch:
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (11. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453315650
ISBN-13: 978-3453315655
Originaltitel: Beautiful and Cursed, Book 1
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 4,5 x 20,5 cm

Meine Meinung:
Dieses Buch ist komplett anders. Okay, nicht schlecht anders, aber auch nicht ganz so gut anders, sondern mehr neuartig anders. In der Geschichte geht es um Gestaltwandler, allerdings nicht irgendwelche. Es geht hier um Gargoyles.
Ja genau, die komisch gruselig interessanten Wasserspeier, die sich auf sämtlichen alten Gebäuden, Brücken, etc. befinden. Die Autorin hat ihnen hier eine besondere Seite verliehen. Sie menschlich gemacht, aber sie sehen so gar nicht schrecklich aus, sondern werden ziemlich sexy beschrieben (wie sollte es auch anders sein).
Luc ist so einer, ein Gargoyle, oder wie sie sich im Buch auch nennen, ein Entrechteter und er ist dazu verdammt alle Menschen die in ‚sein‘ Gebäude ziehen zu beschützen. Das hat er bisher auch gemacht, allerdings kamen dann Grayson und seine Familie.
Grayson ist unauffindbar und Ingrid und ihre Schwester bringen sich schnell in Gefahr, allerdings rettet Luc sie (wie ihr im Klappentext bereits lesen konntet rettet er Ingrid).
Ingrid wird als englische Rose beschrieben während Gabby alle Vorzüge genießt, dennoch finde ich beide Schwestern sehr gelungen und auch sehr stark in ihrer Persönlichkeit. Die eine hat einen überaus großen Beschützerinstinkt während die andere ein Feuer in sich trägt, das ihr nicht gerade hilft, sondern alles leicht erschwert, aber dennoch empfinde ich es als sehr passend.
Die Geschichte an sich wirkt recht düster, was allerdings herrlich zum Cover passt, denn auch das ist recht düster gehalten. Ich habe mich sofort in dieses Cover verliebt muss ich sagen, denn es ist sozusagen genau mein ‚Cover-Beuteschema‘ und musste daher unbedingt in meine Sammlung.
Mir gefällt auch die Grundidee und der Schreibstil sehr gut, was ich allerdings bemängeln muss (obwohl es an sich eigentlich kein Mangel ist, es ist mir in dem Sinne einfach nur aufgefallen), ist das es mich doch ziemlich an „City of Bones“ erinnert hat mit dem Thema.
Jetzt müsst ihr natürlich selbst herausfinden was ich meine, ich kann das Buch allerdings sehr empfehlen, denn es liest sich wirklich toll. Es ist jetzt keine besonders starke Lektüre, es überzeugt vielmehr durch sein Thema und seine Figuren, wie ich finde.
Ich kann es in jedem Fall empfehlen, allerdings sollte der Geschmack dann eher in Richtung Fantasy bzw. Dark Fantasy liegen wie das Buch ja auch verfasst ist.
Okay, ich verplauder mich hier bald, also schnell zur Bewertung weiter. Also, um das Ganze noch einmal zusammen zu fassen. Ich mag das Buch sehr und es hat mich beeindruckt, da sein Schreibstil toll ist und es sich leicht durchlesen ließ. Mir ist eine kleine Ähnlichkeit aufgefallen, aber das ist jetzt insoweit nicht wirklich schlimm, sondern passte für mich auch ganz gut ins Bild (letztlich müsst ihr als Leser sowieso entscheiden ob ihr es euch kauft, aber um das mal leichter zu machen: KAUFEN!).
Demzufolge entscheide ich mich hier für 9 Stöberkisten, einfach aus dem Grund, dass es ein erster Teil war und ich noch auf eine Steigerung hoffe.


Mittwoch, 20. Mai 2015

Wir erheben uns!

Heute kam bei mir ein versiegelter Brief an...er trug das Siegel der Königin, also habe ich ihn schnellstmöglich geöffnet um diesen zu lesen.
Er enthielt Informationen von höchster Brisanz und deswegen ist es nun an mir, mich zu bekennen.

Ja, ich bin eine der Roten und bereit mich zu erheben!

Die Silbernen haben sich viel zu lange schon über uns Rote erhoben, dies muss beendet werden.
Mit Mare wird es beginnen und mit uns allen wird es Enden!!

Eure Laura


Samstag, 16. Mai 2015

Rezi - Der Sommer in dem es zu schneien begann von Lucy Clarke

Inhalt:
Abrupter kann das Schicksal kaum zuschlagen: Als Eva nur wenige Monate nach der Hochzeit ihren Mann durch einen Unfall auf See verliert, erstarrt sie vor Schmerz. Ihr gerade erst begonnenes Leben als glückliche Ehefrau soll schon zu Ende sein? Eva fühlt sich völlig allein in ihrer Trauer und reist nach Tasmanien, um Trost bei Jacksons Angehörigen zu finden. Doch so bezaubernd die australische Insel ist, so abweisend verhält sich Jacksons Familie. Warum nur wollen sein Vater und sein Bruder partout nicht über ihn sprechen? Auf Eva warten schockierende Wahrheiten, die sie zu einem schicksalhaften Sommer in der Vergangenheit führen - dem Sommer, in dem es zu schneien begann.

Informationen zum Buch:
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Piper Paperback (13. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492060129
ISBN-13: 978-3492060127
Originaltitel: A Single Breath
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 4 x 21,3 cm

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich im Zuge der Aktion „Indie´s auf Wanderschaft“ gelesen und ich möchte mich hiermit ganz herzlich beim Chefredakteur der Zeitung ‚Bremer‘ bedanken, da dieser das Buch zur Verfügung gestellt hat.
Ich kannte die Autorin zuvor noch nicht, daher habe ich mich besonders gefreut dieses Buch zu beginnen. So ist mir auch schnell während des Lesens klar geworden: Ich muss alles lesen, was Lucy Clarke bisher geschrieben hat. Bereits beim Prolog bin ich direkt in der Geschichte versunken und habe mit Jackson geangelt und das Meer fast sogar riechen können. Leider kommt er sehr tragisch ums Leben und ich habe sehr mit Eva gelitten und auch das ein oder andere Mal geweint, weil ich ihre Emotionen so stark habe spüren können.
Besonders gefreut hat es mich hier, dass die Autorin sich hier einerseits England und andererseits Tasmanien als Handlungsorte ausgesucht hat. Sie hat sie zudem echt gut beschrieben, so gut, dass ich das Gefühl hatte, um mich herum würde die Landschaft in den nächsten Sekunden einfach so zu wachsen beginnen und ich hab mich beim Lesen unglaublich wohl gefühlt.
Mir fehlen gerade so komplett die Worte, wenn ich ehrlich bin, denn die Geschichte ist so voller Trauer, Faszination und und und…das ich nicht einmal weiß was ich zuerst beschrieben soll, daher sag ich mal zum Inhalt komplett gar nichts.
Der Schreibstil ist locker und so fluffig leicht zu lesen, das man geradezu durch die Seiten zu fliegen beginnt und am liebsten gar nicht mehr mit dem lesen aufhören möchte. Ich finde, durch diesen tollen Schreibstil kommen die Emotionen der Protagonistin besonders gut zur Geltung.
Bevor ich mich und euch noch verwirre oder was verrate das spoilern würde komme ich lieber zur Bewertung.
Für ein so wundervolles und traumhaftes Buch vergebe ich auf jeden Fall ganze 10 Stöberkisten, denn es hat mich gelehrt, dass das Leben niemals so ist wie man glaubt und man auf jeden Fall hinterfragen sollte. Allerdings hat es auch meine Reiselust gepackt und ich möchte auf jeden Fall einmal nach Tasmanien reisen um die Orte kennenlernen zu können an denen das Buch spielt.
Außerdem liebe ich das schlichte aber dennoch richtig schöne Cover.
Es ist auf jeden Fall eine Lese-Empfehlung für euch meine Lieben <3

Dienstag, 12. Mai 2015

Rezi - Zwölf Wasser: Nach den Fluten von E. L. Greiff

Inhalt:
Die Prophezeiung der Undae scheint grausame Wirklichkeit zu werden: Die Welt steht in Flammen, das Wasser schwindet zusehends und mit ihm die Menschlichkeit. In Agen hat Asing in Gestalt von Babu ihre Schreckensherrschaft begonnen und wer sich ihr nicht unterwirft, wird öffentlich verbrannt. Das Schicksal des Kontinents hängt mehr denn je an der Standhaftigkeit der Welsen, die ihre letzten Kräfte aufbieten …

Informationen zum Buch:
Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423260408
ISBN-13: 978-3423260404
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 4,3 x 20,8 cm

Meine Meinung:
Also ich weiß gar nicht wo genau ich anfangen soll um dieses Buch zusammen zu fassen, aber ich versuch das jetzt einfach mal. Das Buch ist der dritte und letzte Band der Zwölf-Wasser-Trilogie, was voraussetzt, dass man hier mitten im Geschehen beginnt. Asing, die Dämonin, hat sich in Agen niedergelassen und verbreitet dort alles Übel und plant auch, die Menschlichkeit und damit die Menschen für immer vom Kontinent zu vertreiben. Ihr Plan ist ja auch ziemlich gut nachzuvollziehen, denn sie wurde von einem Menschen betrogen und ist für ihn in den Tod gegangen. Ich wäre da auch sauer, wenn ich ein solches Opfer aus Liebe bringen würde. Ehrlich gesagt, finde ich sie sogar sehr genial, nun ja, außer der Tatsache, dass sie jetzt Besitz von dem armen Merzer Babu ergriffen hat, da sie einen Körper brauchte durch den sie ihr Handeln vollführen kann.
Sie ist einzigartig. Aber Babu auch, eigentlich ist er der nächste König, hier Thon genannt, der Merzer, wurde aber durch seinen Onkel betrogen und vertrieben, sodass er auf der Suche nach Heimat und Liebe auf dem Kontinent umherirrt. Jedenfalls bis er sich einen Splitter einfängt, durch den Asing ihren Weg in seinen Geist findet. Leid getan hat er mir aber nicht, denn ich mag ihn nicht so ganz, auch wenn er eigentlich eher derjenige ist, dem Mitleid entgegen gebracht werden sollte…
Aber naja, jedenfalls glaubt der Welsenoffizier Feld, dass Babu noch zu retten ist, auch wenn Felt selbst dem Tod ziemlich nah ist, also macht er sich zusammen mit der Unda Reva und einem Chronisten auf den Weg nach Agen. Die Mission, die Quellen neu zu beleben, rückt dabei jedoch ziemlich in den Hintergrund.
Ich glaube jetzt habt ihr in etwa die Kurzform von Band 1 und 2, also starten wir mal mit dem Teil der Rezi, die sich um Band 3 dreht. Felt ist also mit Reva in Agen gelandet und ist jetzt auf dem Weg zu Babu um ihn zu retten oder zu töten, je nachdem was eben helfen würde. Allerdings ist vieles, das dem Leser hier begegnet, so unvorhersehbar, dass es regelrecht verwirrt, denn hier wird sehr viel an Gut und Böse gerüttelt.
Ist Gut wirklich noch Gut und Böse wirklich noch Böse? Die Grenzen verschwimmen hier und mich hat vieles ein ums andere Mal doch sehr überrascht. Die Autorin hat es geschafft, dem was uns Angst macht ein Gesicht zu geben. So bringt ein kaltblütiger Mord z.B. Wölfe hervor, die einen Jagen und selbst zu töten versuchen, oder aber der Zorn in Gestalt eines riesigen Dämons, der das zweite Herz der Stadt Agen bildet.
Ich finde, diese wunderbare neue Art der Fantasy sollte auf jeden Fall möglichst viele Leser bezaubern, denn hier ist es nicht allein die Geschichte die einen so mitreißt. Hier geht es vielmehr darum, welche Botschaft diese Worte beinhalten. Jede dieser 12 Quellen steht für einen Teil der Menschlichkeit und solange sie intakt sind, sind auch wir intakt, vollkommen menschlich.
Im Verlauf der Trilogie jedoch sterben die Quellen und mit ihnen Teile der Menschlichkeit, was sich besonders auf die Figuren der Geschichte auswirkt, denn sie werden unweigerlich Teile ihrer eigenen Menschlichkeit aufgeben müssen und so unter anderem zu Besten, Mördern und mehr.
Was mich besonders beeindruckt hat ist folgendes, denn der Autorin ist es hier gelungen, dass sie mich zum Nachdenken angeregt hat. Habe ich selbst eine meiner 12 Quellen aufgegeben oder kämpfe ich noch gegen die Dämonen in mir? Irgendwie glaube ich nämlich, dass ihre Trilogie auf genau diesen Sachverhalt abzielt.
Den ersten Band hatte ich mir damals gekauft, bzw. ist dieser mir aufgefallen, weil das Cover so ein wunderbarer Blickfang ist. Dunkles Blau, dass wie Stein anmutet und es aussieht, als wären dort Verzierungen reingemeißelt. Diesen Untergrund hat man auch gleich gelassen, jedoch nur die Farbe verändert. Band 1 ist mit blauem Untergrund, Band 2 mit braunem und Band 3 mit grünem Untergrund. Davor ist jeweils einmal die Phiole mit dem Wasser der Undae zu sehen. Kunstvoll, Kostbar und eisig. Eben wie sie Undae es selbst sind. Ich liebe die Cover und die gesamte Reihe.
Um also meinem kleinen Roman mal ein Ende zu verleihen komme ich lieber schnell zur abschließenden Bewertung, sonst rennt ihr alle noch schreiend vorm Bildschirm weg. Sicher ist euch schon aufgefallen, dass ich total ins Schwärmen geraten bin und mehr als nur ein wenig Ehrfurcht vor einem solchen Werk gezeigt habe. Meines Erachtens kann es in jedem Fall mit „Der Herr der Ringe“ mithalten und verdient ebenso viel Beachtung. Zudem ist der Schreibstil leicht verständlich gehalten, eher nüchtern und dennoch so nah am Geschehen dran, dass man einfach immer mehr lesen möchte. Man sollte sich jedoch auf längere Kapitel von ca. 100 Seiten oder mehr einstellen, in denen recht oft die Perspektiven der Figuren wechseln und man so aus mehreren Blickwinkeln Einblick in diesen letzten Kampf erhält.
Dennoch ist es kein Buch, dass man schnell mal zwischendurch lesen kann, sondern eher ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte.
So vergebe ich hier volle 10 Stöberkisten, einfach weil ich so beeindruckt von dem Buch bin, ständig darüber nachgedacht habe und so gern Teil dieser Welt sein wollte. Für mich eins der Fantasy-Highlights des Jahres.

Tipp:
Lest es, sofern ihr Literatur sucht, die in jedem Fall eure Weltsicht verändern kann, denn diese Trilogie schafft dies in jedem Fall. Ihr müsst die Undae nur zu euch sprechen lassen…