Freitag, 30. Dezember 2016

Rezi - Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele von Suzanne Collins

Inhalt:
Als Katniss erfährt, dass das Los auf ihre kleine Schwester Prim gefallen ist, zögert sie keinen Moment. Um Prim zu schützen, meldet sie sich an ihrer Stelle für die alljährlich stattfindenden Spiele von Panem – in dem sicheren Wissen, damit ihr eigenes Todesurteil unterschrieben zu haben. Denn von den 24 Kandidaten darf nur ein Einziger überleben! Zusammen mit Peeta, einem Jungen aus ihrem Distrikt, wird Katniss in die Arena geschickt, um sich dem Kampf zu stellen. Sie beide wissen, dass es nur einen Sieger geben kann. Allerdings scheint das Peeta nicht zu kümmern, denn er rettet Katniss das Leben. Sind seine Gefühle ihr gegenüber vielleicht doch nicht nur gespielt, um das Publikum vor den Bildschirmen für sich einzunehmen? Katniss weiß nicht mehr, was sie glauben darf – und vor allem nicht, was sie selbst empfindet….

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (1. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841501346
ISBN-13: 978-3841501349
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: The Hunger Games 1
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,2 x 19,1 cm

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich gelesen, weil es mich angeschrien hat, dies endlich mal zu tun. Lange stand es in meinem Regal und hat darauf gewartet, dass ich endlich mal den Weg nach Panem einschlage. Gesagt getan, vor ca 2 Wochen hab ich mich endlich mal getraut und nun ja, wie soll ich es sagen? Ich wurde bitterlich enttäuscht.
Mit Katniss kann ich mich leider so gar nicht anfreunden, denn sie ist eine äußerst unsympathische Protagonistin. Ständig sieht sie in allem und jedem was Schlechtes, was mich während des Lesens unheimlich genervt hat. Auch ihre ständige Obsession dem gereichten Essen gegenüber war so nervig (und ja, ich hab Hunger bekommen ^^), weil sie entweder an das Essen dachte oder wie mies alles um sie herum doch war. Zudem ist sie auch sehr flach geblieben, was mich enttäuscht hat, denn viele loben sie als starke Heldin. Nun, genau das konnte ich in ihr nicht sehen. Ich seh in ihr ein engstirnig stures kleines Mädchen, welches sich weigert, auch mal um Hilfe zu bitten und sich lieber selbst bemitleidet.
Sowas geht mir während des Lesens gewaltig auf den Keks, denn dadurch kann ich das Buch nicht wirklich genießen. Prim dagegen war für mich, obwohl sie nur recht kurz wirklich selbst dabei war, die Stärkere der beiden Geschwister und ich glaube, ich wäre lieber in ihre Gedankenwelt eingetaucht, als in die von Katniss. Deswegen habe ich irgendwann leider auch das Buch zur Seite gelegt, weil ich einfach keinen Zugang zum Buch gefunden habe, auch wenn die Grundstory an sich recht gut durchdacht war, aber eben durch Katniss wurde dies eher in den Hintergrund gestellt, als das der Leser wirklich viel über Panem selbst erfährt.
Daher kann ich möchte ich hier nur 3 Roseblätter fallen lassen, eben weil dieses Buch nicht ganz das war, war ich anhand der vielen Lobpreisungen erwartet habe.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Rezi - Girl on the Train von Paula Hawkins

Inhalt:
Der Nr.-1-Bestseller aus England und den USA!
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...

Informationen zum Buch:
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (15. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505222
ISBN-13: 978-3764505226
Originaltitel: The Girl on the Train
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,7 x 21,6 cm

Meine Meinung:
Da ich jeden Tag Zug bzw. eigentlich eher U-Bahn fahre, war klar, dass ich es lesen muss, denn immerhin gibt es so gewisse Parallelen. Auch weil ich den Film unbedingt sehen möchte, hab ich mir dieses Buch geschnappt, denn immerhin sollte man ja eigentlich das Buch vor dem Film lesen und nicht im Nachhinein. Nun ja, hier hätte ich mir getrost die Lesezeit sparen können, denn dadurch, dass es sich eher wie ein Tagebuch als ein Thriller liest kommt kaum bzw. selten richtige Spannung auf.
Wobei ich die Idee an sich wirklich gelungen finde. Wer beobachtet denn bitte nicht die Umgebung um sich herum, wenn er denn mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist? Mir selbst zumindest ergeht es immer so, wenn ich mal nicht gerade lese oder mich mit einem Kollegen unterhalte. Daher hat mich allein das Thema schon enorm fasziniert.
Rachel allerdings empfand ich als ziemlich unsympathische Protagonistin, denn dadurch, dass sie sich selbst verleugnet, verliert sie sich in ihrer eigenen Welt, die nicht immer gut für sie selbst ist. Es gelingt ihr einfach nicht, Tom (ihren Ex) loszulassen und so verliert sie sich im Alkohol. Ziemlich viel sogar, was mitunter ihre Gedankenwelt beeinträchtigt und sie impulsiv wirken lässt. Deswegen hatte ich mit ihr des Öfteren einfach nur Mitleid und hätte sie am liebsten zum Psychiater geschickt, denn das hat sie bitter nötig.
„Jess“ ist da zwar zugänglicher, aber auch sie ist mehr oder minder eine Person, die ziellos im Leben umherirrt und dadurch nicht weiß, was sie mit sich und ihrer Zeit anfangen soll. Auch das hat mir das genießen so ziemlich erschwert, aber dennoch habe ich mich nicht unterkriegen lassen und durchgehalten. Naja gut, ich muss zugeben, dass ich nach etwa einem Drittel keinen Elan mehr verspürt habe, Rachel weiterhin zu begleiten, denn sie wurde nicht besser. Dafür hat sich das Buch echt gut und schnell gelesen, denn wirklich schwer verständlich war es nicht, was aber kein wirklicher Trost war.
Deswegen möchte ich hier auch nur 3 Rosenblätter fallen lasse, weil mich das Buch so überhaupt nicht in seinen Bann hat ziehen können.

Rezi - Ein Märchen im Winter von Kate Lord Brown

Inhalt:
Seit dem Tod ihres Mannes und der Pfändung ihres Hauses steht Grace vor einem Scherbenhaufen. Bis ihr eines Tages der exzentrische ältere Schriftsteller Fraser Stratton einen Job als Assistentin anbietet. Die junge Frau bezieht für den Winter ein Cottage auf Frasers Anwesen, das von seinem sympathischen Patensohn Jack verwaltet wird. Als ihr eine antike Brosche in die Hände fällt, ahnt Grace noch nicht, dass sie auf ein lang gehütetes Geheimnis gestoßen ist, das die Strattons mit ihrer eigenen Familie verbindet und ihr Leben völlig verändern wird …

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (2. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492302025
ISBN-13: 978-3492302029
Originaltitel: The Christmas We Met
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3,3 x 18,7 cm

Meine Meinung:
Als ich dieses Buch entdeckt habe, war ich mir ganz sicher: „Das musste in mein Regal!“
Auch der Prolog hat sich so gut gestaltet, dass ich unbedingt mehr wissen wollte. Mehr von dem Buch brauchte, sodass ich es nicht erwarten konnte weiter zu lesen. Jedoch wurde der Verlauf der Story sehr schnell wirklich unheimlich zäh, was mich gezwungenermaßen in meinem Lesefluss total ausgebremst hat, denn zum einen war es äußerst schwierig der Geschichte zu folgen, da hier sehr viele Personen Erwähnung finden und teilweise auch die Schreibweise so sehr verwirrt, dass man nicht mehr weiß, welche der Personen denn gerade durch die Handlung führt. Zum anderen gibt es recht viele Handlungsstränge, die mich als Leser sehr gestört haben, ergaben diese doch eine äußerst abstrakte Version.
Zudem empfand ich es auch nicht gerade als förderlich für die Entwicklung der Protagonisten. Von Anfang an waren diese enorm blass dargestellt, sodass ich mich sehr schwer damit tat, einen von ihnen ins Herz zu schließen. Die Autorin schien hier sehr damit bemüht zu sein, den Nebel der erzählenden Perspektive beibehalten zu wollen, sodass mir als Leser sozusagen das notwendige Licht fehlte um auch nur eine Hand breit sehen zu können. So hab ich mich eher sehr verloren gefühlt, als ob ich mich ohne eigenes Zutun in der Geschichte verirrt hatte. So als wäre ich nie wirklich ein Teil davon.
Dabei hat Grace wirklich Potential. Stellenweise kam sie mir als wirklich starke Frau vor, die bereit ist, ihren Weg zu gehen und diesen auch mit allem zu meistern was sich ihr in den Weg zu stellen wagt. Nur waren meiner Meinung nach diese Stellen viel zu selten, sodass ich eher enttäuscht zurück geblieben bin.
Auch Jack blieb sehr dezent und einseitig, sodass ich mir kein wirkliches Bild von ihm machen konnte, auch wenn er augenscheinlich als Ritter in schimmernder Rüstung dargestellt sein sollte. Nur hat sich dies für mich nicht herauskristallisiert (hihi, Wortspiel). Was jedoch sehr groß ausgeschlachtet worden ist, war das Edelstein-Thema, beginnend mit einer Brosche deren Verbindung man als Leser zusammen mit Grace zu suchen scheint. Klar man erfährt viel über das Wirken eines Goldschmiedes und das Entstehen von Ringen, Ketten und Schleifen von Edelsteinen, aber oft empfand ich dies als Ablenkung von der eigentlichen Hauptstory. Für mich wirkte es des Öfteren so, als hätte sich die Autorin viel zu schnell in Kleinigkeiten verloren und der Hauptstory nur recht kurze Einblicke gewährt.
Dabei ist ihr Stil außerordentlich gelungen, denn durch die vielen und vor allem recht detaillierten Beschreibungen schafft sie wirklich schöne und originalgetreue Bilder in den Köpfen ihrer Leser. Wobei hier auch zeitlich gesehen sehr viel mit der heutigen Zeit durcheinander gerät, denn einiges was hier Erwähnung findet, mutet sich dann doch wieder an, als hätte die Autorin einen Spagat zwischen 2015 und 1900 und ein bisschen versucht, was so nie und nimmer wirklich hingehauen hätte. Einzig einen sehr großen Pluspunkt hat sie für das „Café hinter den Spiegeln“ bekommen, denn das möchte ich wirklich gern einmal von innen sehen können.
So gesehen habe ich dieses Buch zwar eigentlich genossen, aber dennoch blieb kaum was davon in meinem Gedächtnis haften, sodass ich jetzt hin und hergerissen für die eigentliche Bewertung bin. Eine gefühlte Ewigkeit hab ich überlegt was hier wohl am angemessensten wäre und bin zu dem Schluss gekommen das es genügt hierfür 4 Rosenblätter fallen zu lassen.

Montag, 28. November 2016

Rezi - Niemals wirst du ihn vergessen von Nancy Bush

Inhalt:
„Was sie zuvor mit mir getan, das tu ich jetzt den andern an“ ritzt er ihnen in die nackte Haut, nachdem er sie vergewaltigt und stranguliert hat. Seine Opfer sind alle jung, hübsch, brünett – genau wie die eine, auf die er es abgesehen hat: Detective September Rafferty vom Laurelton Police Department, Oregon. Ihr schickt er eine ihrer Kinderzeichnungen, auf die er in blutroten Buchstaben seine tödliche Nachricht kritzelt. September versteht sofort, dass sie den Serienmörder offenbar aus Kindertagen kennt und er hinter ihr her ist – doch warum? Im Zuge der Ermittlungen trifft sie ihre Jugendliebe Jake wieder. Er bietet ihr seine Hilfe an, doch September weiß, dass sie jedem ihrer alten Bekannten mit Misstrauen begegnen sollte …

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426518082
ISBN-13: 978-3426518083
Originaltitel: Nowhere to Hide
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,5 x 19,2 cm

Meine Meinung:
Dies ist der zweite Fall der Rafferty Zwillinge, wobei hier der Fokus ganz klar auf September selbst liegt und August (Auggie) eher in den Hintergrund gerückt worden ist. Er kommt eher als Nebenfigur auf, was mir hier auch sehr recht war, denn mehr als den großen und beschützenden Bruder hat er oft nicht gemimt, zu beschäftigt war er doch durch die Arbeit als Undercover-Cop. Was mir allerdings besonders gut gefallen hat, war September selbst. Sie hat eine starke Entwicklung durchgemacht, was sich vor allem in den Ermittlungen selbst und im Umgang mit ihrer Familie spiegelt. So war es spannungstechnisch wesentlich gelungener als Band 1 der Trilogie. Eigentlich wollte ich ja nach Band 1 auch nicht wirklich weiterlesen, weil ich mir dachte „Eigentlich reicht mir das, so Thriller begeistert bist du jetzt auch nicht“, aber irgendwie hat dieses Buch nach mir gerufen. Also musste ich anfangen (natürlich morgens vor der Arbeit, ist doch klar) und kam letzten Endes so gar nicht mehr davon weg. Zum einen ist das auch dem Täter selbst zuzuschreiben, denn irgendwie hat mich seine persönliche Gedankenwelt in den Bann ziehen können.
Man hat ja auch nicht täglich mit einem Soziopaten zu tun, aber ich finde, die Autorin hat seine Gedankenwelt sehr gut geschildert und es dem Leser selbst auch unheimlich leichtgemacht, ins Buch und somit in den Fall selbst zu finden. So hab ich auch bis zuletzt gerätselt, wer eigentlich der Täter war. Auch das war nicht einfach herauszufinden, blieb es doch, bis zu den letzten Seiten ein Rätsel, dessen Schatten so langsam dem Licht gewichen ist. Genau dafür lese ich auch Thriller, denn es muss eine gewisse Art an Spannung und Nervenkitzel vorhanden sein und hier war der Mix einfach perfekt, weswegen ich es wirklich empfehlen kann.
Gut gelungen finde ich auch, dass alle 3 Fälle ineinander übergreifen und so nicht nur die Romane aufeinander aufbauen, sondern auch die Fälle selbst, was mitunter auch zum Nachdenken anregt. Ich jedenfalls bin hin und weg und da ich gerade unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht, lese ich direkt Band 3, denn ich muss wissen was jetzt geschieht. Aber vorher möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, wie ich dieses Buch bewerte. Wer meine Rezi zu Band 1 bereits gelesen hat, weiß das ich das eher durchschnittlich empfunden hatte, jetzt jedoch bin ich geflasht und absolut in der Story gefangen, weswegen ich versuche ein Mittelmaß zu finden, da ich hoffe, dass Band 3 mich hier wirklich genauso aus den Socken hauen kann. Selbst der flüssige Schreibstil trägt dazu bei, dass man geradezu durch die Seiten fliegt. Okay, nach langem hin und her überlegen glaube ich, dass es am sinnvollsten ist, hier ganze 8 Rosenblätter fallen zu lassen, denn das Buch hat mir echt gut gefallen und ich hoffe auf noch eine Steigerung.

Rezi - Das Geheimnis der Mittsommer-Nacht von Christine Kabus

Inhalt:
Zwei Familien im Schatten eines dunklen Geheimnisses -
Norwegen, 1895. Im Bergbaustädtchen Røros begegnen sich zwei junge Frauen, deren Schicksal kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Deutsche Clara ist ihrem Ehemann in dessen Heimatstadt gefolgt, wo sich dieser endlich mit seinen Eltern aussöhnen will. Doch die Ordals begegnen Clara und ihrem kleinen Sohn Paul mit unverhohlener Ablehnung. Als wenig später ein furchtbares Unglück geschieht, ist Clara plötzlich auf sich allein gestellt. Unerwartete Hilfe erfährt sie ausgerechnet durch Sofie, die Tochter des mächtigen Bergwerksbesitzers, dem die Ordals schon lange ein Dorn im Auge sind. Sofie empfindet ihr behütetes Dasein als goldenen Käfig und bewundert es, wie Clara ihr Leben meistert. Während Clara und Sofie zu Freundinnen werden, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihre Familien seit Jahrzehnten überschattet -
Große Gefühle vor atmosphärischer Kulisse - ein opulent erzählter Roman voller bewegender Einblicke in eine der spannendsten Epochen der norwegischen Geschichte

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 656 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (9. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404174038
ISBN-13: 978-3404174034
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 4,2 x 18,5 cm

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich durch eine Aktion der Autorin selbst zur Rezension erhalten und mich unheimlich darüber gefreut. Vielen lieben Dank an Christine Kabus für diese wundervolle Möglichkeit.
Schon als ich das Cover gesehen habe, war ich verliebt, denn es strahlt eine besondere Aura aus, bei der ich mich sofort heimisch gefühlt habe. Es ist, als ruft es einen zu sich. Genau das hat auch der Inhalt getan. Bereits ab der ersten Seite war ich angekommen, weil Christine es geschafft hat, ihren Zauber von Beginn an in dieses Buch zu verflechten. Clara selbst empfinde ich als eine unglaublich starke Frau, die nichts von ihren Kämpfen abbringen kann, auch wenn sie ab und an wirklich ein wenig überängstlich herüberkommt. Dennoch hat mir ihre Kraft imponiert und teilweise auch selbst Kraft gegeben das ein oder andere zu überstehen.
Auch die junge Sofie ist eine solche Frau, steht sie doch gerade am Anfang ihres Weges, von dem der Leser erst mitten im Buch mitbekommt, wie sich dieser auf ihr Leben auswirkt. Sie ist unheimlich stark und dennoch beeinflusst von einer Gesellschaft, in der Rang und Namen den Ton angeben. Vor allem das Geld jedoch trägt seinen größten Teil dazu bei, eine nahezu unüberwindbare Kluft zwischen der Arbeiterklasse und den gut betuchten Familien zu bilden.
So gesehen nicht wirklich ein ziemlich großer Unterschied zur heutigen Zeit. Doch so verschieden es anmuten mag, so gleich sind sich die beiden Familien um die es geht, denn nicht nur Ereignisse wie plötzliche Todesfälle finden sich zu beiden Seiten, sondern ein dunkles Geheimnis, dass untrennbar mit beiden Familien verbunden ist.
Worum es sich bei diesem Geheimnis handelt? Das müsst ihr schon selbst lesen. Aber ich kann euch verraten, dass es sich unheimlich zu lesen lohnt, denn dieses Buch ist nicht nur überaus gut recherchiert, sondern auch noch angenehm zu lesen. Zugegeben, einige Stellen muten recht langatmig an, was jedoch die Passagen, in denen (endlich) Informationen zur Lösung dieses Geheimnisses folgen, allemal aufwiegeln können. Besonders gut gemacht empfand ich auch die vielen kleineren Erklärungen, die es auch einem Leien leicht verständlich machen z.B. der Politik des Buches zu folgen. Auch die Verbindung mit dem Bergbau hat mir gefallen, wohne ich doch in einer Gegend, in der es von Zechen nur so wimmelt. Da ich mich bisher noch nicht sonderlich damit beschäftigt hatte, hatte ich dementsprechend wenig Ahnung wie der Verlauf der Arbeit unter Tage so ist, dieses Buch aber, vermittelt dies sehr gut. Selbst die wirklich anstrengenden Bedingungen der Minenarbeiter haben mir schier das Herz gebrochen, weswegen ich die Beweggründe, für deren Arbeitsrechte zu kämpfen, mehr als nur verstanden habe. Ich hätte nicht anders gehandelt, wie ich zugeben muss.
Aber bevor ich hier noch weiter schwärme oder euch spoilere, will ich mal lieber schnell zur Bewertung kommen. Gut, so ganz sicher war ich mir nicht, wie ich bewerten soll. Immerhin hat es mich wirklich sehr in einen inneren Zwiespalt gebracht und mich auch sehr zum Nachdenken angeregt. Andererseits gab es Passagen, wo ich es am liebsten beiseitegelegt hätte, eben weil sie sich so langwierig gestaltet haben. Dennoch konnte und wollte ich nicht aufgeben, denn die Geschichte an sich war wirklich außerordentlich gut gelungen und hat zugleich einen schönen Eindruck Norwegens hinterlassen. Deswegen entscheide ich mich dafür, ganze 6 Rosenblätter regnen zu lassen.
Allerdings empfinde ich das Ende des Buches so, als sei die Geschichte noch lange nicht zuende erzählt….

Mittwoch, 2. November 2016

Rezi - Wédōra: Staub und Blut von Markus Heitz

Inhalt:
Lebensspendend oder todbringend, geheimnisvoll oder verkommen - Juwel der Wüste oder Ende aller Hoffnung? Willkommen in Wédōra, dem Schauplatz von Markus Heitz' neuem Dark-Fantasy-Roman Wédōra - Staub und Blut.
Im Mittelpunkt einer gigantischen Wüste liegt die schwer befestigte Stadt Wédōra. Sämtliche Handelswege der 15 Länder rings um das Sandmeer kreuzen sich hier, Karawanen, Kaufleute und Reisende finden Wasser und Schutz. In diese Stadt verschlägt es den Halunken Liothan und die Gesetzeshüterin Tomeija.
Doch Wédōra steht kurz vor einem gewaltigen Krieg, denn die Grotte mit der unerschöpflichen Quelle, die die Stadt zum mächtigen Handelszentrum hat aufsteigen lassen, war einst das größte Heiligtum der Wüstenvölker. Nun rufen die geheimnisvollen Stämme der Sandsee zum Sturm auf die mächtige Stadt.
Liothan und Tomeija geraten schnell in ein tödliches Netz aus Lügen und Verschwörungen, besitzen sie doch Fähigkeiten, die für viele Seiten interessant sind.

Informationen zum Buch:
Broschiert: 608 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426654032
ISBN-13: 978-3426654033
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4,3 x 20,8 cm

Meine Meinung:
Bei diesem Buch habe ich sehr lange mit mir gerungen und gekämpft, wirklich in das Buch eintauchen zu können. Daher hat sich die Rezension auch sehr lange herausgezögert. Noch immer hing mir das ‚Aera-Fiasko‘ nach, was mich irgendwie daran gehindert zu haben scheint, in dieses Buch eintauchen zu können. Dabei war das vollkommen unbegründet, denn dieses Buch ist wieder ein Heitz, wie ich ihn mir gewünscht habe.
Markus Heitz hat hier eine wüstenbeschaffene Welt geschaffen, die wirklich sehr hart zu bestehen ist. Mitten drin seine beiden Protagonisten Liothan und Tomeija, die zusammen die Wüstenstadt Wedora betreten, jedoch so rasch getrennt werden, dass man als Leser abwechselnd den Wegen der beiden mittels wechselnder Perspektiven folgen kann. Das gestaltete sich für mich äußerst spannend, denn es gab immer wieder etwas Neues zu entdecken, sodass ich aus der Faszination, die dieses Buch auf mich ausgeübt hat, nicht mehr herausgekommen bin.
Beide Protagonisten haben mich in ihren Bann ziehen können, sodass ich sie nicht nur sehr schnell in mein Herz geschlossen habe, sondern auch unbedingt aus dem Buch habe ziehen wollen um meine Wege mit ihnen zu verflechten. Dabei hat mir aus irgendeinem Grund (den ich mir selbst nicht einmal erklären kann) Liothan besonders imponiert.
Fantasy Liebhabern kann und muss ich diesen Roman einfach empfehlen, vor allem, wenn ihr Fan davon seid, dass sich wunderschön gestaltete Karten der Gegebenheiten vor Ort innerhalb des Buches befinden. Es fehlt hier nie an Spannung und/oder Nervenkitzel, sodass man dieses Buch, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand wird legen wollen. Deswegen ärgere ich mich auch, dass nicht eher der sprichwörtliche Knoten geplatzt ist, sondern ich wirklich so unglaublich lange hierfür gebraucht habe.
So kann ich nicht umhin hierfür ganze 10 Rosenblätter fallen zu lassen und eine klare Lese Empfehlung auszusprechen!