Donnerstag, 21. April 2016

Rezi - Black Dagger: Zsadist & Bella von J. R. Ward

Inhalt:
Doppelband 3 der BLACK DAGGER-SAGA: Enthält "Mondspur" und "Dunkles Erwachen"
Vampirkrieger Zsadist hat sich unsterblich in die schöne Vampiraristokratin Bella verliebt. Doch auch sein Zwillingsbruder Phury hat ein Auge auf Bella geworfen, und Zsadist steht tief in Phurys Schuld, denn einst rettete dieser ihm das Leben ...

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 624 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (12. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453317130
ISBN-13: 978-3453317130
Originaltitel: Lover Awakened
Größe und/oder Gewicht: 12 x 5,1 x 19 cm

Meine Meinung:
Dieses Buch musste ich mir einfach kaufen, nachdem die beiden vorigen Bände mich so in ihren Bann gezogen haben, dass ich die Geschichte von dem unnahbaren Zsadist unbedingt auch lesen wollte.
Und was soll ich sagen? Es hat sich sowas von gelohnt!
Dabei sind es in diesem Buch vor allem Brutalität, Zerissenheit und Leidenschaft die Hand in Hand gehen und mich als Leser nicht einmal mehr loslassen wollten. Keine der Figuren kann von sich selbst sagen, sie sei frei von diesen speziellen Eigenschaften, dabei sind es genau diese, ohne die dieses Buch nicht auskommt.
Genau das merkt man vor allem Zsadist selbst an, auf dem auch das Hauptaugenmerk dieser Geschichte liegt. Seine Vergangenheit liegt wie Blei in seinen Adern und Gefühle kennt er bis auf Wut, Rache und Lust überhaupt nicht. So ist seine Verwirrung bezüglich seinem inneren in Bezug auf Bellas Entführung geradezu greifbar und auch nachvollziehbar. Besonders gut gemacht und dennoch unheimlich erdrückend traurig empfand ich hierbei auch die Rückblenden in sein früheres Leben.
Am liebsten würde ich ihn bei diesen Abschnitten aus dem Buch hinausziehen und einfach nur in meinen Armen trösten, denn so wie man mit ihm Verfahren hat, hat es mir die Tränen regelrecht in die Augen getrieben. Deswegen ist es wenig verwunderlich, dass aus ihm der brutalste aller Krieger geworden ist.
Bella hingegen befindet sich zu Anfang des Buches noch in Gefangenschaft des Lessers Daniel und wird in einem Zustand, der mehr Tod denn Lebendig benannt werden kann, befreit. Daraufhin muss sie natürlich gesunden und dabei erfährt man sehr viel über sie. Wobei auch sie eine Figur ist, die ich einfach nur ins Herz geschlossen habe, denn sie ist mutig, stark und voller Liebe, sodass ich einfach zu jedem Zeitpunkt zu einhundert Prozent hinter ihr gestanden habe. Und besonders als die Gefühle für Zsadist erwachen war es nur noch wunderschön und dennoch so voller Gefahr.
Auch Phury selbst wurde sehr gut hinein verstrickt, denn auch er hegt nebem seinem Zwilling Gefühle für die schöne Aristokratin und ist trotz seines Zöllibats mächtig hin und her gerissen. Was hier auch sehr gut zur Geltung kam. Dennoch empfand ich es als sehr schlimm, dass er von selbst immerzu auf Abstand gegangen ist.
Auch in diesem Band gab es erneut eine Figur, die mich sehr überrascht hat. Jedoch war es dieses Mal niemand aus der Bruderschaft selbst, sondern einer der Feinde (Lesser). Daniel ist in Bezug auf andere seiner Art eher ein Frischling, der er selbst bleiben möchte und sich auch dementsprechend auflehnt. Meist endet das für ihn eher ungut und als er Bella entführt überschreitet er seine Grenzen mehr als nur ein bisschen. Irgendwie sieht er darin eine sehr kranke Art der Liebe, denn er verbindet sie damit, einer Frau Gewalt anzutun. Dennoch hat mich seine Auflehnung gegen das innerste Wesen der Lesser sehr für ihn eingenommen.
So war dieses Buch für mich ein wahrer Lesegenuss, den ein jeder von euch kennen sollte. Es lohnt sich sehr. Vor allem der wunderbaren Figuren wegen, die sich selbst sehr schön und beständig weiterentwickeln. Genau dafür liebe ich die Reihe und musste dieses Buch auch ganze 3 Mal lesen.
Deswegen bekommt dieser Band auch volle 10 Stöberkisten plus eine klare Lese-Empfehlung meinerseits!
 

Rezi - Eva: Wie alles begann von William Paul Young

Inhalt:
»Die Sprache ist atemberaubend schön und verführt zu einem völlig neuen Blick auf Gott und die Schöpfungsgeschichte.« PUBLISHERS WEEKLY
Halb erfroren und dem Tode nahe strandet eine junge Frau auf einer geheimnisvollen Insel. Zu ihrem großen Glück wird sie von Gelehrten und Heilern gefunden, die bald erkennen, dass Lilly zu etwas ganz Besonderem berufen ist. Niemand Geringeres als Eva, die Mutter allen Lebens, lädt sie ein, Zeugin der Schöpfungsgeschichte zu werden und zu erfahren, was wirklich im Garten Eden geschah. Die dramatischen Ereignisse, die zur Vertreibung aus dem Paradies führen, bewegen Lilly zutiefst, und sie versteht, dass Gott sich von den Menschen niemals abgewandt hat. Ihre Aufgabe ist es nun, die Geschichte neu zu erzählen.
William Paul Young hat bereits in Die Hütte zentrale spirituelle Fragestellungen neu beleuchtet und ein Millionenpublikum damit begeistert. In seinem neuen Roman zeigt er dem Leser eine ungewöhnliche und faszinierende Interpretation der ältesten Geschichte unserer Welt.

Informationen zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Allegria (26. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3793423042
ISBN-13: 978-3793423041
Originaltitel: Eve
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,6 x 21 cm

Meine Meinung:
Wer die Romane von William Paul Young kennt, wird um dieses Buch nicht herumkommen. Doch anders als bei ‚Die Hütte‘ und ‚Der Weg‘ beschäftigt sich dieses Buch nicht mit Jesus und seinem Wirken, sondern mit dem Paradies selbst.
So ist auch der Schreibstil ein sehr leichter, der allerdings an den wichtigen Stellen unterstreichend wirkt und sich so in einem wunderbaren Gleichgewicht zwischen Roman und spirituellem Werk bewegt, welches zum Nachdenken anregt.
Dabei begegnen wir als Leser der jungen Lilly, die ziemlich mitgenommen in einem Container auf eine besondere Insel angespült wird. Ihr Lebensfaden ist da allerdings so dünn, dass sie auch fast hätte Tod sein können, doch sie wird von den Inselbewohnern gepflegt, sodass sie wieder gesunden kann. Nun ja, so gut wie es eben geht.
Lilly begegnet dabei wirklich beeindruckenden und zugleich sehr nervenaufreibenden Personen, von denen mir die ein oder andere nicht ganz so vertrauensselig erschien, wie sie hat glauben machen wollen.
Was mich jedoch sehr beeindruckt hat, ist, dass man selbst als Leser zusammen mit Lilly die Geschichte der Schöpfung miterlebt. Wieder auf die typische Young-Art natürlich. Äußerst warmherzig und eben anders.
So ist dieses Buch für mich als großer Fan des Autors natürlich auch 10 Stöberkisten wert, denn ich habe mich wunderbar gut aufgehoben gefühlt. Genau wie ich es von dem Autor selbst gewohnt bin.
 

Rezi - Die Reise der Amy Snow von Tracy Rees

Inhalt:
Ein Buch über zwei ungleiche Frauen, deren Freundschaft bis weit über den Tod hinaus andauert
Als Baby wurde Amy Snow ausgesetzt. Mittellos und von allen gehasst wird sie auf dem noblen Hatville Court aufgezogen. Die schöne Tochter des Hauses, Aurelia Vennaway, ist Amys einzige Freundin und der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Als Aurelia jung stirbt, bricht Amys Welt zusammen. Aber Aurelia macht ihr ein letztes Geschenk: Ein Bündel Briefe, das Amy auf Schatzsuche schickt. Einen Code, den nur Amy entschlüsseln kann. Am Ende erwartet Amy ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird. Amy Snow begibt sich auf eine Reise quer durch England.
"Eine eigenwillige Heldin, eine meisterhaft geschriebene Story und ein großes Rätsel. Was kann sich ein Leser mehr wünschen?" Lucinda Riley

Informationen zum Buch:
Broschiert: 480 Seiten
Verlag: List Hardcover (14. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471351361
ISBN-13: 978-3471351369
Originaltitel: Amy Snow
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,8 x 20,5 cm

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich aus dem Hause Ullstein Verlage zur Rezension bekommen und dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken, denn dieses Buch ist ein Buch, dass in keinem Regal fehlen sollte.
Der Schreibstil ist unglaublich locker und flockig, sodass man bereits ab der ersten Seite im Buch versinken kann, so wie es auch mir passiert ist. Zudem ist es auch sehr bildlich beschrieben, was mir das Vorstellen der Gegebenheiten aus dem Buch unglaublich leichtgemacht hat. Fast war es so, als wäre ich selbst zu Amy gereist und hätte mit ihr zusammen ihre Geschichte erlebt.
Dabei empfand ich besonders die beiden Protagonistinnen sehr gut, denn die beiden verband nicht nur eine überaus starke Freundschaft, sondern etwas weitaus tiefergehendes, was nur mit der Seele selbst zu fassen ist.
So ist mir vor allem Amy sehr ans Herz gewachsen, denn sie wächst in diesem Buch über sich hinaus und nicht nur das, denn sie ist neben Aurelia selbst auch eine sehr zugängliche und freundliche Person, die man sich sehr schnell an die eigene Seite wünscht. Jedenfalls ist es mir so ergangen.
In dieser Geschichte wird besonders das Erwachsenwerden im 19. Jahrhundert thematisiert, welches mitunter sehr viele Geheimnisse mit sich bringen kann und genau dies war es, was ich an diesem Buch so geliebt habe. Fehlte nur noch, dass man Lizzy und ihre Schwestern getroffen hätte.
Vor allem aber ist dieses Buch ein Werk, welches Fans von Jane Austen und Lucinda Riley begeistern wird.
Das einzige, was mich ein bisschen traurig gestimmt hat, waren die ein oder anderen längeren Passagen, die man ruhig hätte ein wenig einkürzen können. So ist es alles in allem ein wirklich gelungenes Erstlingswerk der Autorin und ganz 9 Stöberkisten wert.
Lest es unbedingt, denn es wird euch verändern.