Montag, 3. April 2017

Rezi - Angels of the Dark: Sinnliches Erwachen von Gena Showalter

Inhalt:
Halbengel Koldo kennt nur ein Ziel: Rache an dem Engel, der ihn einst qualvoll seiner Flügel beraubte! Dass ihm ewige Verdammnis droht, wenn er sich den Mächten des Hasses hingibt, hält Koldo nicht von seiner Suche ab. Das ändert sich, als seine Mission ihn zu der bildschönen Nicola führt. Die von Dämonen verfolgte junge Frau scheint so zerbrechlich – und hat doch eine Stärke in sich, die Koldo fesselt. In ihm erwacht tiefe Leidenschaft, intensiver als alles, was er je fühlte. Und obwohl er sich mit aller Macht dagegen wehrt, wird er den härtesten Kampf ausfechten, um Nicolas Leben zu retten.

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (10. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3862788776
ISBN-13: 978-3862788774
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3,6 cm

Meine Meinung:
Ein Buch das den Leser zur absoluten Sucht verhilft!
So sollte die Beschreibung meiner Meinung nach lauten, aber ich versuche das Ganze zuerst einmal verständlich zu erklären. Also, ihr wisst ja, dass Gena Showalter meine absolute Lieblingsautorin ist und sich daran so schnell auch nichts ändern wird.
Und ihre Vorstellung von Engeln hat mich so richtig für sie eingenommen. Man könnte wirklich meinen, sie hätte damit ihren eigenen Glauben erschaffen und verfolgt diesen in Form ihrer Bücher nun weiter. Genau das gefällt mir auch besonders, denn hier erfährt man als Leser wieder ein bissen mehr über die Engel und deren Aufgabe bzw. auch über ihren Schöpfer selbst.
In diesem Buch lernen wir Koldo kennen, der jedoch nur zur Hälfte das Blut der Engel in sich trägt. Die andere Hälfte bleibt lange ein sehr dunkles Geheimnis, welches sich leider sehr nervenaufreibend durchs Buch zieht, denn er selbst hat äußerst schwer daran zu leiden. Was es für ihn nicht unbedingt leichter macht, facht es doch seinen enormen Durst nach Rache mehr und mehr an. Sicher, nach allem was er erlebt hat kann ich ihn schon bis zu einem gewissen Punkt verstehen, aber vieles blieb für mich dann dennoch vollständig überzogen, sodass Koldo schnell zwischen die Extreme gerückt erschien, was bei einem solchen Charakter wahrlich nicht leicht ist. Dennoch habe ich ihn auf eine gewisse Art und Weise in mein Herz schließen können, sind wir doch auf eine bestimmte Weise völlig gleich. Aber hierzu möchte ich nicht allzu sehr ins Detail gehen, denn es würde sowohl das Buch Spoilern, als auch zu viel über mich selbst verraten, also lieber weiter im Text.
Neben Koldo lernen wir auch die schöne aber ziemlich schwer kranke Nicola kennen, zu der er sich schnell hingezogen fühlt. Bei ihr wird schnell klar, dass sie eine ziemliche Kämpferin ist, es jedoch selbst nicht wahrhaben möchte, weil sie ihre Schwester als die Stärkere sieht und nicht sich selbst. Aber das ist auch in meinen Augen völliger Unsinn, denn man merkt schnell wie hart sie zu kämpfen hat und wie stark sie ist, sodass es eigentlich eher eine echte Farce ist. Doch mir gefällt hier sehr, wie sie sich im Laufe des Buches verändert und das auch positiv auf Koldo selbst überträgt.
Selbst der beschwingt leichte Schreibstil macht es leicht, das Buch in nahezu einem Rutsch durchzusuchten, sodass man am Ende nicht anders kann, als mit gebrochenem Herzen vor dem bereits beendeten Buch zu sitzen und sich zu fragen ob es wirklich bereits das Ende gewesen ist. Es ist nämlich unheimlich aufwühlend erzählt und rüttelt sehr viel in einem selbst wach (sofern man das ein oder andere schlimmere Erlebnis innerhalb der eigenen Familie vorweisen kann). Genau das war für mich auch eine Art Weckruf für mich selbst, auch wenn ich Koldos Weg noch nicht so ganz folgen kann.
Aber bevor ich mich hier wirklich noch verplappere, möchte ich lieber schnell zur Bewertung kommen. So gesehen hat mir das Buch super gefallen, aber es hatte auch die ein oder andere kleinere Schwäche, wie einige Wortwiederholungen oder auch ziemlich nervige Situationen in denen Koldo ziemlich anstrengend wurde. Was das Lesen ein bisschen gebremst hatte. Deswegen habe ich mich hier entschieden ganze 8 Rosenblätter fallen zu lassen.
Ein Lesemuss ist es trotz allem!

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