Dienstag, 18. April 2017

Rezi - Niemand kannst du trauen von Nancy Bush

Inhalt:
Vor der Post in Oregon wird die nackte Leiche des Postboten gefunden. Um seinen Hals trägt er ein Schild mit den Worten „Ich muss für das bezahlen, was ich getan habe“. Wenig später taucht ein weiterer nackter Mann auf, gefesselt, vor einer Grundschule. „Ich will, was ich nicht haben kann“ steht auf dem Schild um seinen Hals. Dabei handelt es sich ausgerechnet um den Stiefbruder von Detective September Rafferty. Was September ahnt, bestätigt sich im Laufe der Ermittlungen: Beide Männer sind mutmaßliche Triebtäter, die der Polizei unbekannt waren; sie wurden ermordet, bevor sie noch mehr Menschen Leid zufügen konnten. September steht vor ihrem bisher schwersten Fall, bei dem die Grenzen zwischen Täter und Opfer immer mehr verschwimmen …

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426518090
ISBN-13: 978-3426518090
Originaltitel: Nowhere Safe
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4 x 19,7 cm

Meine Meinung:
Das Buch musste ich nach dem grandiosen Band 2 einfach kaufen, allerdings lag es dann doch einige Zeit unberührt auf meinem SuB herum. Eigentlich ziemlich doof, denn die Reihe ist wirklich gelungen.
Wobei ich finde, dass dieser Band wieder ein bisschen was an Spannung verloren hat, wenn ich den Vergleich zu Band 2 ziehe. Was jedoch auch daran liegen kann, dass hier wirklich alles herein gepackt worden ist, was nur ging. Die Handlungsstränge sind so unglaublich geballt, dass es teilweise echt schwer war, wirklich dran zu bleiben, denn hier gab es mehrere Fälle, die sich dennoch zu einem großen Ganzen gefügt haben.
Aber immerhin konnte ich hier wieder einmal September Rafferty über die Schultern schauen, was jedoch teilweise recht ermüdend war, denn ihre Ermittlungen sind eher als Randnotiz herüber gekommen während ihr Liebesleben plötzlich im Mittelpunkt stand. Dennoch hat sie sich selbst großartig verändert und wurde entsprechend gut ins Leserbild gerückt, wie ich finde.
Schade hingegen empfand ich hier, dass mehr aus Sicht der Täter geschrieben war als aus Sicht der Polizei selbst, war hier die eigentliche Protagonistin doch eigentlich September und nicht Lucky oder eine der anderen erwähnten Personen (nein, ich werde hier definitiv nicht weiter spoilern!!!!). Weil diese Tatsache hat in meinen Augen dazu geführt, dass das Buch sehr langatmig daherkam und ich mich so durch die ein oder andere Stelle regelrecht habe quälen müssen.
Dabei war der Schreibstil sehr angenehm, sodass man leicht ins Buch gefunden hat und auch wirklich am Ball bleiben konnte. Aber manche Personen waren mir echt sehr unsympathisch, sodass ich dann doch recht schnell genervt war.
So kann ich hierfür wirklich nur 5 Rosenblätter fallen lassen, denn mehr als nette Unterhaltung für Zwischendurch war es dann letztlich doch nicht.

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